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Wissenswertes
 

 

 

Das Gebiet an Saale und Unstrut ist reich an Geschichte. Archäologische Entdeckungen zeugen von einer sehr frühen Besiedelung des Gebietes, wie die sensationellen Funde der Sternenscheibe von Nebra oder die Ausgrabungen des Sonnenobservatoriums von Goseck belegen.
Im 10. Jahrhundert u.Z. wurde die Region durch die Herrschaft der Thüringer geprägt. Hier entstand das Grenzgebiet zu den Slawen im Osten. In dieser Zeit entstanden erste größere Ansiedlungen. Klöster wurden im 11. und 12. Jahrhundert in Memleben und Schulpforte gegründet.
Positive Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung setzte die Handelstätigkeit im 15. Jahrhundert in Naumburg (später vor allem in Leipzig). Auch die Reformation hinterlies ihre Spuren. Der erste deutsche evangelische Bischof wurde im Naumburger Dom in sein Amt eingeführt.
Großes Leid brachte vor allem der dreißigjährige Krieg, von dem sich die Region an Saale und Unstrut nur langsam erholte. Im Ergebnis entstanden erste sächsische Fürstentümer. Nach dem Wiener Kongreß werden weite Teile preußisch.
Durch die industrielle Entwicklung Mitteldeutschlands, speziell die Region Leuna und Buna, vergrößerten sich die Städte.
Nach dem zweiten Weltkrieg war dann der industrielle Charakter vorherrschend. Mit der Wende brach fast die gesamte Wirtschaftsstruktur zusammen.
Heute hat sich die Region zu einem der führenden Tourismusgebiete in Sachsen-Anhalt entwickelt und die über 1000-jährige Weinbautradition lebte wieder auf.

 

 

 

 


Schloss Goseck


Klosterkirche Zscheiplitz

Naumburg an der Saale
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Die alte Dom- und Messestadt ist der zentrale Ort der Region. Mit dem Dom St. Peter & Paul und der Stadtkirche St. Wenzel bedeutend, ist Naumburg heute auch Standort einer Reihe von Ämtern und Institutionen, von denen das Finanzamt und das Oberlandesgericht sicher nur die wichtigsten sind. Neben einer Reihe von Kirchen und dem letzten erhaltenen Stadttor, dem Marientor, ist der Dom sicher das bedeutenste Bauwerk in Naumburg.
Die wohl bekannteste Stifterfigur im Dom St. Peter und Paul ist neben dem Ekkehardt sicherlich die Uta. Nach ihr wird in vielen Kreuzworträtseln gefragt. Alljährlich wird sie von zehntausenden Besuchern bewundert. Außergewöhnlich ist das leichte Lächeln auf ihrem Gesicht - sehr ungewöhnlich für eine Darstellung in der damaligen Zeit.
In der Vergangenheit war die Stadt Naumburg in Bürgerstadt und Domfreiheit geteilt. Dabei gab es sogar richtige Befestigungsanlagen.
Alljährlich findet in Naumburg das Hussitenkirschfest statt. Dieses geht auf eine Sage zurück, nach der Kinder, die den belagernden Husitten vor der Stadt entgegengeschickt wurden, das Wohlwollen des Belagerers Prokop fanden und mit Kirschen beschenkt in die Stadt zurückkehrten. So retteten die Kinder die Stadt vor der Eroberung.

 

 

 


 

 


Dom zu Naumburg



Stifterfigur Uta

Freyburg an der Unstrut
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Das kleine Winzerstädtchen liegt idyllisch eingebettet im Unstruttal. Im Zentrum der Stadt steht die Marienkirche mit ihren charakteristischen Türmen. Sie wurde in den letzten Jahren restauriert.

Im Saale-Unstrut-Gebiet wird seit über 1000 Jahren Wein angebaut. Durch das vorherrschende Kleinklima sowie die Muschelkalkböden gedeihen hier besonders gut trockene Weine, die von Kennern geschätzt werden.


Seit 1858 wird in Freyburg Sekt hergestellt. Die Sektkellerei ist einen Besuch Wert. Der bekannte Sekt der Marke "Rotkäppchen" wird hier produziert. Alljährlich zur Weinlese findet das Winzerfest statt. Dieses zieht tausende Besucher aus der Region und ganz Deutschland an.

Der Turnvater Jahn lebte, arbeitete und starb in Freyburg. An sein Wirken erinnert die denkmal- geschützte Sporthalle.

Hoch über der Stadt tront die Neuenburg. Sie ist eine Schwesterburg der Wartburg und ehemalige Residenz der Ludowinger. Bekannt durch Minnesänger Heinrich von Veldecke und Elisabeth von Thüringen wurde die Burg in den letzten Jahren sehr aufwendig instandgestzt. Bemerkenswert ist die Doppelkapelle.
Viele Veranstaltungen vermitteln heute ein Bild vom höfischen Leben im Mittelalter. Ein besonderes Erlebnis ist auch der Ausblick von der Schloßterrasse über das Unstruttal.

 

 


Herzoglicher Weinberg mit Schloß Neuenburg


Stadtkirche St. Marien

Bad Kösen
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Seit 1730 ist der kleine Ort an der Saale als Heilbad bekannt. Neben Bad Dürrenberg im Osten und Bad Sulza im Westen, werden hier vor allem Atemwegserkrankungen behandelt. Sehenswert ist auch der Kurpart und das Gradierwerk.
Eine Besonderheit des Gradierwerkes ist das Kunstgestänge, das mit Saalewasser angetrieben wird. Es fördert aus der Borlachquelle das salzhaltige Wasser nach oben zur Saline im Kurgarten. Das Gestänge steht unter Denkmalschutz und ist auch heute noch im Einsatz.
Vom regen Handel vergangener Zeiten zeugt das heute noch erhaltene Zollhaus auf der Brücke über die Saale.

Zwischen Naumburg und Bad Kösen liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Pforta. An der dortigen Klosterschule, die heute noch als Landesschule genutzt wird, studierten u.a. Nietzsche, Fichte und Kloppstock.
Die ausgedehnten Klosteranlagen können täglich besichtigt werden

 

 


Kurpark in Bad Kösen


Zisterzienserkloster Pforta

Laucha / Memleben
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In der Kleinstadt Laucha befindet sich eine der ältesten Glockengießereien. Heute ist dort ein Museum eingerichtet. Oberhalb der Stadt befindet sich ein Sportflugplatz. Einmal im Jahr werden dort Flugtage veranstaltet. Historische Flugzeuge stehen neben neuen Sportflugzeugen und Fallschirmspringer zeigen ihr Können. Wer Mut hat, kann selbst bei Rundflügen oder Fallschirmsprüngen die wunderbare Landschaft aus luftiger Höhe betrachten.

Das Kloster Memleben war der größte romanische Bau seiner Zeit nach dem Magdeburger Dom. Die ersten deutschen Könige, Heinrich I. und Otto I., starben hier. Heute noch erhalten ist die Krypta, in der immer noch Veranstaltungen stattfinden.
Mit einer Urkunde Otto III. wurde der Weinbau in der Region nachgewiesen, der seit über 1000 Jahren betrieben wird.

 

 

 

 

 


Glockenmuseum in Laucha


Klosterruine Memleben

Himmelscheibe von Nebra - Sonnenobservatorium Goseck
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Die Himmelsscheibe von Nebra ist ca. 3600 Jahre alt. Sie gilt als derzeit älteste konkrete Himmelsdarstellung. Mit Hilfe der auf der Scheibe aufgebrachten 82°-Horizontbögen konnten die exakten Punkte des Sonnenauf- und untergangs zur Sommer- und Wintersoonnenwende bestimmt werden, wobei die Ausrichtung zum Kyffhäuser und dem Brocken erfolgte. Auf der Scheibe sind nach neuesten Erkenntnissen der Vollmond, die Mondsichel, die Sternengruppe der Plejaden, mehrere andere, wahrscheinlich willkürlich verteilte, Sterne und die Sonnenbarke zu sehen. In der „Arche Nebra“, dem Informationszentrum zur Himmelsscheibe, erfahren Sie alles zum Fund und den Geheimnissen der Scheibe.

Die Erkenntnisse der Grabungen am Sonnenobservatorium von Goseck belegen, daß unsere Vorfahren schon vor 7000 Jahren astronomische Kenntnisse besaßen. Durch die Kreisgrabenanlage mit inneren Palisadenringen konnten Sonnenauf- und Untergang zur Wintersonnenwende bestimmt werden. Dazu diente das Südwesttor und das Südosttor sowie der Mittelpunkt der Anlage.

 

 


Arche Nebra


Palisadenringe des
Sonnenobservatoriums

Weitere interessante Sehenswürdigkeiten
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In unmittelbarer Nähe von Weißenfels liegt die Kleinstadt Lützen. Hier starb im Dreißigjährigen Krieg der Schwedenkönig Gustav-Adolf II.
Zum Andenken wurde deshalb eine Gedächtnisstätte in Form eines kopfstehenden Wikingerschiffes errichtet. Nur wenige Kilometer sind es von hier nach Leipzig zum Völkerschlachtdenkmal.

Auch das Scharnhorstdenkmal in Großgörschen erinnert daran, daß in diesem Gebiet Schlachten der Geschichte geschlagen wurden. Alljährlich zum Scharnhorstfest, am ersten Maiwochenende, treffen sich Traditionsvereine, um originale Gefechtsszenen nachzustellen.

Das gesamte Gebiet an Saale und Unstrut wird durchzogen durch die gleichnamige Weinstraße. Sie führt von dem kleinen Ort Burgwerben bei Weißenfels bis nach Bad Sulza im Westen und in die Karsdorfer Region im Norden.

Eine weitere bekannte Straße durchzieht das Gebiet - die Straße der Romanik. Sie berührt alle geschichtsträchtigen Orte in Sachsen-Anhalt aus romanischer Zeit. An ihr liegen eine ganze Reihe von Burgen, Klöstern und Schlössern, von denen hier nur Rudelsburg und Saaleck bei Bad Kösen, die Neuenburg in Freyburg, die Klosterruine Memleben, das Schloß Goseck bei Weißenfels und natürlich der Naumburger Dom erwähnt werden sollen.

Selbstverständlich gibt es auch Möglichkeiten der sportlichen Betätigung. Von der Nutzung der Bowlingbahnen, Rudern auf Saale und Unstrut bis hin zu Radtouren auf dem sehr gut ausgebauten Radwanderwegen kann man sich ebenso betätigen, wie z.B. bei einer Wanderung entlang des Mühlenwanderweges durch das Wethautal bei Schönburg.

Wer gern auch relaxen möchte kann dies auf besondere Art und Weise in Bad Sulza tun. Im Liquid-Tempel kann man sich von Unterwassermusik berauschen und die Seele baumeln lassen. Aber auch die Kureinrichtungen in Bad Kösen können Sie nutzen. Nicht zuletzt bietet das Freizeitspassbad "Bulabana" in Naumburg viele Möglichkeiten der Erholung und Entspannung.

Kurze Abstecher während des Aufenthaltes im Saale-Unstrut-Gebiet sind möglich nach Leipzig, Halle (Saale), Weimar, Jena oder Erfurt. Für einen Tagesausflug bestehen hier sehr günstige Möglichkeiten, da diese Orte in kurzer Zeit erreicht werden können.
 

 


Gustav Adolf Gedenkstätte


Scharnhorstdenkmal

 

 

 

 

 

 

 

Es ist also bestimmt nicht übertrieben, wenn wir sagen:

Das Saale-Unstrut-Gebiet ist mehr als eine Reise wert!